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AUSGANGS- UND ZIELSPRACHE

 
 
Um die Probleme und den Prozess der Übersetzung eines Texts verständlicher zu machen, soll hier auf den Unterschied zwischen Ausgangs- und Zielsprache eingegangen werden.

 
Ausgangssprache / Zielsprache
 
Die Ausgangssprache ist die Sprache, in der der Originaltext geschrieben ist. Die Zielsprache ist die, in die der Text übersetzt wird. Oft entspricht die Wortzahl im Ausgangstext nicht der im Zieltext. Dieses Phänomen wird auch als Textexpansion bezeichnet. Diese Textexpansion muss bei der Erstellung des Layouts für Veröffentlichungen übersetzter Texte berücksichtigt werden (insbesondere, wenn das Dokument in mehreren Sprachen veröffentlicht werden soll).
 
Ausgangsübersetzung / Zielübersetzung
 
Bei der Übersetzung kann sich der Übersetzer stärker an der Ausgangs- oder stärker an der Zielsprache orientieren. Der Philosoph Jean-René Ladmiral sprach als erster von „Ausgangs“- und „Zielübersetzern“. Während der Ausgangsübersetzer in seiner Übersetzung sehr nah am Ausgangstext bleibt, versucht der Zielübersetzer, einen Text zu schreiben, der dem Sprachgebrauch der Zielsprache und seinem Zielpublikum perfekt angepasst ist.
 
Beispiele für die Textexpansion
 
Hier einige Beispiele für die Textexpansion bei der Übersetzung verschiedener Sprachen ins Französische:
- Vom Englischen ins Französische: 15 bis 20 % mehr Wörter
- Vom Spanischen/Italienischen ins Französische: 5 % mehr Wörter
- Vom Deutschen/Niederländischen ins Französische: 40 % mehr Wörter
- Vom Schwedischen/Norwegischen ins Französische: 30 % mehr Wörter
Die Textexpansion kann jedoch je nach Thema der Übersetzung unterschiedlich sein.
 
So führt beispielsweise eine Übersetzung vom Englischen ins Französische im Bereich der Physik zu einer Erhöhung der Wortzahl um 7 %, während eine Übersetzung im Wirtschaftsbereich zu einer Textexpansion von 11 % führt.
Dieses Phänomen muss bereits vor der Übersetzung berücksichtigt werden.
 
Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik Übersetzung.
 
 
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